Über uns
Alles fing 1996 an,
als ich mit Kari meinem Finnischem Mann nach Vlotho ins Weserbergland zog.
Er begann schon 1970 mit dem Hundesport.
Da kaufte er seinen ersten Hund – eine Deutsche Schäferhündin. Sie hieß Suokorven Rita. Sie war eine so schlechte Hündin, dass er viel über Hunde lernen konnte.

Kari mit Suokorven Rita
Sie war ein finnischer Gebrauchshundchampion für die Fährte und hatte die Schutzhundklasse 3. Auch war sie Finnische Zughundmeisterin in der 3x5 km Staffel für Männer und war zweite in der Einzelstaffel über 5 km.
Seine Hündin schrieb Geschichte in der 3x5 km Staffel. Angetreten in einer reinen Deutschen Schäferhund-Mannschaft, mit Vater, Kaitarannan Achtung, Führer, Markus Mattson. Sohn, Suokorven Jesse- James, Fürer Seppo Rauhala. Suokorven Rita, Führer Kari Pohjoisaho(Renner). Sie waren aus dem gleichen Wurf. Niemals vorher und nachher gewann eine reine Schäferhundmannschaft wieder in dieser Sportart
Seine Hündin war sehr ängstlich und hatte ganz schlechte Nerven. Wir glauben, sie hatte einen Negativrekord im Finnischen Charaktertest. Ihr Ergebnis war minus 3. Das war das schlechteste, was ein Hund bekommen kann. Das beste Ergebnis ist plus 3. Es ist schade, dass mein Mann sich nicht mehr an die Punktzahl erinnern kann.
An dieser Stelle möchte mein Mann ein riesengroßes Dankeschön an den Züchter Kauko Palmen aussprechen. Vieles von seiner damaligen Ausbildungsmethode stimmt noch heute.
Seine erste Finnische Fährtenhundprüfung machte er am 16.05.1971 im Alter von 16 Jahren. Sein Ergebnis: Unterordnung 93,5 Punkte, Fährte 0 Punkte. Nach dieser Prüfung dachte er, dass sie doch so schlecht nicht sein konnten. Sie übten 14 Tage und wiederholten die Prüfung mit einem Ergebnis, das sich sehen lassen konnte: Unterordnung 98 Punkte, Fährte 100 Punkte.
So begann Karis Hobby.
Seine erste Prüfung für Zughunde war am 05.12.1971. Seine Zeit für 5 km 31,10 Minuten.
3 Monate später war die Finnische Zughundemeisterschaft über 5 km. Seine Zeit verbesserte ich auf 17,38 Minuten.
Sein nächster Hund war ebenfalls ein Deutscher Schäferhund. Es war ein Rüde mit dem Namen Fennican Fax. Er war ein sehr guter Hund mit dem er in der Fährten- und Schutzhundprüfung Klasse 3. erreichte.
Dann gründete er eine Familie und machte sich selbständig. Aus Zeitmangel übernahm sein Schwager diesen Hund. Als sich sein Lebensrhythmus wieder normalisierte, bekam er den nächsten Hund aus dem Zwinger Fennican. Er hieß Fennicas Arko. Ein echt guter Kerl und Finnischer SchH. Gebrauchshundchampion. Mit ihm erreichte er den 3. Platz bei der finnischen Schutzhundmeisterschaft. Mit Arko war er Mitglied der Finnischen SV-Schutzhundmannschaft bei der SV-Skandinavischen -Meisterschaft 1988 in Norwegen und belegte den 2. Platz.
Im Mannschaftskampf hatte Finnland den 1.Platz. Ebenfalls war er auch Mitglied im Finnischen Gebrauchshundverbands Mannschaft für Skandinavische Meisterprüfung für alle Rassen.

Finnische Gebrauchshund- Meisterprüfung 1988 Harjavalta
Seine Armeezeit
Von 1976-1977 war er in der Finnischen Militärhundeschule. Er hatte Glück, weil er seinen eigenen Hund mitbringen durfte. Er lernte dort viele verschiedene Ausbildungsarten und bekam zwei Hunde zur Ausbildung.

Kari im Alarmeinsatz

Kari figuriert für Militärhund "Pasi"
Kari mit "Militärhase "Oskari"
- 1975 fing er mit dem Richterkursus für Gebrauchshunde an.
- 1978 mit 23 Jahren hatte er seine Befähigung als Richter für Unterordnung u. Finnische Waldfährte.
- 1979 für den Schutzhund
- 1988 machte er den Figurantenschein.
1989 wurde er IPO Richter.
Vereinsleben
Er war Mitbegründer der Finnischen SV Ortsgruppe Tampere und auch einem Gebrauchshundverein, IPO-Klubi. Er saß auf fast allen Stühlen vom Sekretär bis zum ersten Vorsitzenden. Mehrere Sommer war er Ausbilder beim Finnischen SV. Sommer Ausbildungslager und auch da ein paar mal als Ausbildungswart tätig. Das war für ihn eine echt schöne Zeit.
Es war auch cirka 1988 nach Fennigas Arco als er die Nase vom Hundesport echt voll hatte. Selbständigkeit u. Hundesport waren zu viel.
Er ging nur noch ab u. zu zum richten. Aber wenn der Hundesport so im Blut ist, geht es nicht ohne Hund.
1990 kaufte er sich einen Dobermann.
Er hörte immer, wie schwer und problematisch es sei, einen Dobermann auszubilden. Nun wollte er sehen, ist ein Dobermann schwerer zum ausbilden wie andere Hunderassen. Er lernte den Dobermann Cäsar v.d. Klingenstadt kennen. Er war, bis heute, vom Charakter der beste Dobermann den er kennen gelernt hat. Aber so hässlich das er schon wieder schön war. Dieser Rüde belegte eine Hündin aus Tallin u. aus diesem Wurf hatte er die Chance einen Rüden zu kaufen. Er hieß Haini Jaik Joonatan.

Haini Jaik Joonatan (Rufname "Rape")
Gleichzeitig wuchs in seinem Kopfe die Idee, mit Rape über Hundehaltung gute Werbung zu machen (Zeitungsgeschichten).
So wurde Rape in seiner Gegend zu einem kleinen Star in der 1 Jahr laufenden Zeitungsgeschichte.
Das war eine echt gute Werbung über unseren Gebrauchshundesport. Rape war 1990 ca.8 Wochen alt als die Reportage anfing mit einer Ganzseitigen Schlagzeile "Kari möchte mit Rape zur Weltmeisterschaft 1992"
Rape legte 8 Prüfungen an hintereinander liegenden Wochenenden von IPO 2 bis IPO 3 inkl.aller Qualifikations Prüfungen für die WM. ab. Rape war noch nicht 2 Jahre alt.
1992 war Rape Teilnehmer bei der Finnischen Mannschaft für die 3. FCI Weltmeisterschaft in Slowenien / Ljubljana.
Rape war der erste Dobermann in Finnland mit dem Titel "Finnischer Gebrauchshundechampion in IPO& 28.Juli 1993"
September 1993 machte er eine Hundesport Pause. Mit Rape kam er nach Deutschland. Sein neuer Arbeitsplatz nahm ihn so in Anspruch das er schweren Herzen einen neuen Hundeführer suchen musste. Er kam in sehr gute Hände ganz in seiner Nähe.
Rape legte noch viele hervorragende Prüfungen ab. Das letzte mal im Alter von 9 Jahren mit 100 Punkte im Schutzdienst.
Er war also nicht anders auszubilden wie viele andere gute Gebrauchshunde.

3. FCI- Weltmeisterschaft für Gebrauchshunde
Kari mit Rape in der Fährte, dahinter der Richter Eberhard Uekötter (D)
1996 zogen wir nach Vlotho.
Vorher lachte mein Mann über Boxer als Gebrauchshund, (so wie alle "richtige" Gebrauchshunde Männer immer noch).
Aber weil wir suchten nur einen Heimhund, durfte es auch ein "falsch farbiger" Boxer sein.
So fing unsere Boxerzeit mit einem weißen Rüden an.

"Luigi vom Vagabunden" (Aki)
Aber so wie bei meinem Mann, wenn das Hundehobby im Blut ist, geht es auch nicht ohne den Aktiven-Hundesport und ich ließ mich von seiner Hundebegeisterung anstecken.
Unser Boxer u. andere Boxer, die wir dann sahen, waren für meinem Mann und mich eine echte Überraschung, wie gut der Deutsche Boxer als Gebrauchshund sein konnte.
So fing er wieder mit der Ausbildung an und wir kauften einen zweiten "richtigen" Boxer dazu. (Xolotl van Sapho`s Hoeve, " IPO")
Akis Weg endete viel zu früh wegen einer Gelenks u. Rückenerkrankung mit ca. 2 Jahren.

Xolotl van Sapho's Hoeve (Ipo)
Mit Ipo machte mein Mann weiter. Er war ein Spitzenhund. Einfach zum Ausbilden, eben ein guter Gebrauchshund.
1999 legten wir uns eine Spielkameradin für Ipo zu. (Yamaha van Sapho's Hoeve . "Jami")

Yamaha van Sapho's Hoeve (mit Ipo)
Jami war von Anfang an ein Teufel. Ein guter Kumpel für Ipo.
2000 ging wir mit Ipo zur Atibox Weltmeisterschaft nach Italien und belegten den 6 Platz in IPO 1.
Kari war der erste Finnische Teilnehmer der unter Finnischer Flagge bei einer Atibox Weltmeisterschaft antrat.
Sein Ziel war mit Ipo die nächste Atibox Weltmeisterschaft 2001 für IPO 3.
Es war für uns ein harter Schlag als Ipo so schwer an Spondylose erkrankte das wir ihn nach vielen Klinik besuchen erlösen mussten.
Er war nur etwas über 2,5 Jahre.
Wir hatten gerade ein paar Wochen bevor Ipo starb unsere Gee gekauft.

"Gee vom Blaustein- See" (Semi)
Das alles rüttelte uns wach!
und war der Ausschlag gebende Punkt nach 2maligem Verlust durch Krankheit, das wir uns sagten, wir möchten etwas tun für diese Rasse.
Die Gesundheit dieser liebenswerten, tollen, arbeitsfreudigen Hunde war alles andere als gut.
Müsste man nicht etwas ändern können?! fragten wir uns immer wieder.
Es ergab sich, dass der Sohn Anfang 2002 seinen eigenen Zwinger hatte "BOXERWACHE"
und wir hatten mit ihm nur noch das Ziel im Auge, so gesunde Boxer wie möglich es ist, zu züchten. Nach diesem Gesichtspunkt suchten wir zusammen nach einem passenden Deckrüden für Yamaha die ich dem Sohn zur Zucht überlassen hatte. Aus dem Wurf bekamen wir Attila den mein Mann ausbildete u. ca. zwei Jahre später zur Polizei nach Wuppertal ging.
Aus dem Wiederholungswurf hatten wir auch Boxerwache Bronco (siehe Rüde)
Große berufliche Veränderungen vom Sohn und mittlerweile meine eigene große Begeisterung am Boxer, reizten mich seinen Zwinger zu übernehmen.
Ich wollte mit meinem Mann und der Idee gesunde Boxer zu züchten da weiter machen wo der Sohn aufgehört hatte. Mein Mann versprach mir, mich zu unterstützen mit seinem Wissen und seiner jahrelangen Hundeerfahrung.
Für Aufzucht und Pflege wäre ich zuständig und er für die Ausbildung.
Ein gutes sich ergänzendes Team.
Nach reiflicher Überlegung übernahm ich 2004 den Zwinger "BOXERWACHE" und trat im IBC. ein.
Vorher hatte mein Mann seinen Zwinger "von Finn" aufgelöst da es verboten ist mit 2 Zwingernamen unter einem Dach zu züchten?
2004 hatte ich die ersten 2 Würfe unter dem Namen "BOXERWACHE"
Yamahas C- Wurf u. Gees D- Wurf. Für mich der 4. und 5. Wurf, da ich dem Sohn bei seinen Würfen von Anfang an immer zur Seite stand.
Alle Verpaarungen, auch die ersten vom Sohn und die von meinem Mann wurden nur nach gesundheitlichen Gesichtspunkten ausgesucht, um gesunde, arbeitswillige und leistungsfähige Boxer zu züchten, an denen die Boxerfreunde viele Jahre Freude haben.
Die Zukunft wird es zeigen ob all unsere Mühe und unser Zuchtziel sich gelohnt haben wird, etwas getan zu haben um die Gesundheit des Boxers zu verbessern. Aber wir wissen auch, nur ganz allein sind wir relativ hilflos ............. !?
Ich schließe mich einem Finnischen Züchter an, der sagte: "Es ist schwer genug einen gesunden und leistungsfähigen Boxer zu züchten". Darum überlassen wir "Schönheitszucht" den anderen.
Trotzdem erkennen Rassevertreter unsere Zucht.
Die Wahl liegt bei Euch !
Wir danken, dass Sie sich die Mühe gemacht haben, etwas über uns zu erfahren und hoffen, dass wir Ihnen einen kleinen Einbick geben konnten, wer wir sind und welche Ziele wir uns gesetzt haben.
Sieglinde, Kari, Yamaha, Gee und Ipo